Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Remels
 
 
Andacht

Achtung Ansteckungsgefahr!

"Nein, bitte geben Sie mir lieber nicht die Hand!". Seltsam, so kennt er Frau Meyer gar nicht. Sie ist sonst immer sehr höflich und zuvorkommend. Dass sie Kollegen, Freunden bzw. Bekannten die Hand gibt, gehört zur ihrer Person. "Was ist denn los?" fragte ihr Gegenüber verdutzt? Und dann sah er ihre rote Nase, den Schal um ihren Hals. "Ach so, Sie hat es so richtig erwischt, was?" "Fragen Sie bitte nicht wie", sagte sie mit leiser Stimme, so dass ihr Gegenüber sie kaum verstand. Ja, jeder muss in diesen Tagen wieder vorsichtig sein, die Grippewelle macht sich breit. Viren, Bakterien - zu Hunderttausenden verbreiten sie sich.
Sie haben es ja besonders auf unsere Hände abgesehen. Regelrechte Handbesetzer sind sie. Und nicht nur Frau Meyer zeigt in diesen Tagen jedem, den sie trifft: "Achtung! Vorsicht ist geboten! Ansteckungsgefahr!" Und da ist der oder die andere erst recht vorsichtig. Wer kann oder will sich schon eine Grippe oder eine derbe Erkältung leisten?
Bei diesem Thema schleicht sich ein seltsamer Gedanke ein. Ist es eigentlich auch möglich, sich anders anzustecken? Wenn wir uns nicht nur gegenseitig krank machen könnten, sondern auch - gesund? Also, dass da jemand nicht ansteckend krank wäre, sondern ansteckend gesund…
Was wäre dann wohl los? "Ja, geben Sie mir ruhig die Hand", würde Frau Meyer sagen. "Bei mir können Sie sich anstecken, Gesund anstecken!" Dabei gibt es das wirklich. Wenn ich an bestimmte Menschen in der Gemeinde, in der Nachbarschaft oder dem Freundeskreis denke, an Kollegen. Da gibt es Leute, die haben meistens gute Laune und lachen gern. Wo diese Menschen auftauchen, da haben die anderen dann hinterher auch gute Laune. Oder wenigstens: Sie haben bessere Laune als vorher. "Die ist ja "ansteckend" gut gelaunt." Und ich? Und Sie? Was für eine Ansteckungsgefahr geht von uns aus? Ich wäre schon gern ansteckend gesund. Ob so ein Vers wie dieser dazu helfen kann? Aus Psalm 69: "Ich will Gott preisen mit meinem Lied und seine Größe verkünden durch meinen Dank. Die Unterdrückten werden es sehen und sich freuen, und all, die nach Gott fragen, soll neuer Mut erfüllen." In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Gottes Segen.

Ihr Frank Timmermann
Pastor der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Remels

 

 

 

   

© EFG Remels

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